Initialprojekt Automotive

Zielsetzung des Initialprojektes ist die Entwicklung eines Kollisionsvermeidungssystems (Collision Avoidance System, CAS), das Kollisionen rechtzeitig erkennt und autonom eingreift, wenn der Fahrer nicht angemessen reagiert.

Projektpartner

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zweier Institute der RWTH Aachen. Diese sind zum einen das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) und das Institut für Regelungstechnik (IRT). Das IRT besitzt durch zahlreiche Vorgängerprojekte bereits weitreichende Erfahrung im automobilen Bereich und hat diese in der Arbeitsgruppe Automotive gebündelt.

Projektinhalt

Das verkehrspolitische Ziel der EU, im Zeitraum vom Jahr 2001 bis 2010 die Anzahl der Verkehrstoten zu halbieren, lässt sich nur durch Einsatz aktiver Sicherheitssysteme erreichen.
Da 50% aller Unfälle in der EU Zusammenstösse zwischen Fahrzeugen sind, liegt die Entwicklung von Kollisionsvermeidungsassistenten nahe, an denen seit den 1990er Jahren geforscht wird. 

Die Einschränkung der Funktionsfähigkeit bordautonomer Sensorik unter verschiedensten Umgebungsbedingungen und der begrenzte Erfassungsbereich erschweren eine zuverlässige Detektion von Hindernissen.
Unter Hinzunahme der GNSS-basierten Ortung in Verbindung mit digitalen Karten und Car-to-Car-Kommunikation ist eine bessere Umfelderfassung möglich. 

Eine hochverfügbare und zuverlässige GNSS-basierte Ortung ist die Voraussetzung für autonome Reaktionen des Assistenzsystems wie z.B. eine Notbremsung oder ein Ausweichmanöver.

Das Initialprojekt umfasst folgende Arbeitspakete:

  • Fahrzustandsschätzung
  • Manöverkoordination
  • Planung von Ausweichtrajektorien
  • Reglerentwicklung
  • Systemmodellierung und -identifikation
  • Entwicklung und Erprobung mittels Hardware-in-the-Loop (HiL)
  • Fahrversuche
zuletzt geändert am 11.09.2009