Lage

Die automotiveGATE-Testumgebung wird sich auf dem Gelände des Aldenhoven Testing Centers (ATC) befinden und dieses mit Galileo-Signalen versorgen. Die Basis-Infrastruktur, das ATC, wird auf dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch in Aldenhoven-Siersdorf errichtet.

Aldenhoven liegt rund 25 km nord-östlich von Aachen (Karte). 

ATC - 1. Bauabschnitt

Der 1. Bauabschnitt, der mit Mitteln der RWTH Aachen und Unterstützung des Kreis Düren durchgeführt und voraussichtlich Mitte Oktober 2009 abgeschlossen sein wird, umfasst eine Fahrdynamikfläche mit einem Durchmesser von ca. 210 m. An die Dynamikfläche sind eine Rückhol- und eine Beschleunigungsspur angeschlossen, so dass sich zum einen kontinuierliche Testfahrten und zum anderen Fahrten in höheren Geschwindigkeitsbereichen darstellen lassen. Bereits mit Fertigstellung des 1. Bauabschnitts wird es möglich sein, fahrdynamische Testfahrten durchzuführen und Fahrerassistenzsysteme jeglicher Art zu entwickeln und zu validieren.

An der Teststrecke werden Werkstätten und Büros vorhanden sein, so dass sowohl organisatorische als auch technische Prozesse direkt vor Ort durchgeführt werden können.

ATC - 2. geplanter Bauabschnitt

Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnitts ist ein zweiter Bauabschnitt geplant, der die folgenden Elemente umfassen soll:

  • eine Umfahrung (seitenkraftfreies Fahren)
  • einen Handlingkurs
  • eine Schlechtwegstrecke
  • einen Steigungshügel
  • eine Bremsstrecke

Da das ATC und das automotiveGATE nicht firmengebunden sind, stehen diese für alle potenziellen Interessenten offen.

Das Testgelände des ATC

Technik

Das automotiveGATE wird auf dem Gelände des ATC errrichtet und lässt sich von technischer Seite im Wesentlichen in drei Segmente einteilen.

Das Sendesegment umfasst mehrere terrestrischen Sendeantennen, sog. Pseudolites. Diese simulieren durch die ausgesendeten Signale Empfangssituationen, die bereits jetzt die Entwicklung und den Test von Galileo-Anwendungssystemen ermöglicht. Dabei kommt der sog. Base Mode zum Einsatz. Im Vorfeld durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hinreichend gute Ausleuchtung durch sechs Pseudolites erreicht werden kann.

Die Steuerung und das Monitoring der Anlage erfolgt über ein zentrales Monitor- und Kontrollsegment (MKS), das über W-LAN-Richtfunk mit dem Sendesegment verbunden ist. Zusätzlich wird im Testfeld ein Referenzempfänger positioniert, über den sowohl die verfügbare Ortungsgenauigkeit ermittelt als auch angepasst werden. Dadurch lassen sich Einflüsse der Ortungsgenauigkeit auf eine entwickelte Galileo-basierte Anwendung analysieren.

Das Nutzersegment wird durch im Testfeld befindliche Fahrzeuge, die mit einem geeigneten Galileo-Receiver ausgerüstet sind, repräsentiert.

 


zuletzt geändert am 01.10.2009